Die Historische Bedeutung

In der Zeit des Mittelalters war deren Hauptaufgabe, für Ruhe und Sicherheit der Bürger innerhalb der Stadtmauern zu sorgen. 

Obwohl sie mit diesem Polizeidienst eine wichtige städtische Aufgabe erfüllten, gehörten sie zu den zahlreichen unehrenhaften Berufen. Dabei war ihr Dienst durchaus gefährlich, denn auf ihren nächtlichen Rundgängen hatten sie es immer wieder mit Dieben, Betrunkenen und lichtscheuem Gesindel zu tun. 

Zu ihrem Schutz und als Zeichen ihres Amtes führten sie eine stattliche Hellebarde mit sich. In Rothenburg gab es sechs Wachbezirke, für die je ein Nachtwächter Sorge trug.


Der Marktplatz im Zentrum 
der historischen Altstadt ist Treffpunkt für alle, die den Nachtwächter auf seiner Runde begleiten wollen.


Seine Laterne.

In der dunklen Jahreszeit waren sie – von kurzen Pausen unterbrochen- von 8.oo Uhr abends bis 5.oo Uhr morgens im Einsatz.

Immer wenn die Turmuhr zur vollen Stunde schlug, gaben sie mit dem Horn Signal und riefen dann laut ihren Nachtwächter-Ruf, wobei es stündlich ein anderes Lied gab. Die Bürger hat dies eher beruhigt denn gestört, wussten sie doch er hat ein Auge auf die Gefahr und gibt im Notfall auch Feueralarm.

Auch das Anzünden der spärlich vorhandenen Petroleumlampen und der später aufkommenden Straßenlaternen gehörte zu den Pflichten der Nachtwächter, die es in Rothenburg bis 1920 gab.




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